Die Grefrather Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr sorgen selber dafür, dass der Nachwuchs nicht ausbleibt.

 

 

 

Von Bianca Treffer

Wenn das traditionelle Kreiszeltlager aller Jugendfeuerwehren aus dem Kreis Viersen am ersten Ferienwochenende stattfindet, ist das für die Jugendfeuerwehr Grefrath ein ganz besonderes Lager. Sie feiert nämlich ihr 25-jähriges Bestehen. Los geht es am 13. Juli mit Grillen und Spielen, dem folgt am 14. Juli zunächst die traditionelle Lager-Olympiade, bevor um 18 Uhr der Festumzug beginnt. Gemeinsam mit allen anderen Jugendfeuerwehren – es werden rund 150 Jugendliche sein –, der Feuerwehr Grefrath und Ehrengästen sowie musikalischer Begleitung des Feuerwehrtrommlerkorps und des Trommlerkorps Vinkrath geht es von der Mühlengasse über die Hoch-, Süd-, Ost- und Tönisvorster Straße zur Albert-Mooren-Halle. „Wir würden uns freuen, wenn wir viele Zuschauer an den Straßen begrüßen dürften“, sagt Unterbrandmeister Edmund Laschet, Pressesprecher der Feuerwehr Grefrath. Um 19 Uhr schließt sich der interne Festakt in der Halle an.

Einen Geburtstagswunsch haben die Jugendlichen auch. Sie wünschen sich ein neues Mannschaftszelt, da das alte Modell in die Jahre gekommen ist. Auf ein neues Zelt wird so schon fleißig gespart. Der Sonntag steht ganz im Zeichen eines gemütlichen Frühstücks im Zeltlager. Bei einer ebenfalls gemütlichen Runde fiel vor nunmehr 26 Jahren der Startschuss für die Jugendfeuerwehr Grefrath. Zum Jahreswechsel 1992 stellte Manfred Wolfers sen. bei einer Feier die Frage an Hans-Jürgen Rütten, was er davon halte, wenn in Grefrath eine Jugendfeuerwehr ins Leben gerufen werden würde. Rütten, der in seiner Jugend selber in der Kempener Jugendfeuer gewesen war, nahm die Idee auf.

INFO

Hineinschnuppern in das Feuerwehrleben

Mädchen und Jungen ab zwölf Jahren, die gerne der Jugendfeuerwehr beitreten möchten, können sich unter www.feuerwehr-grefrath.de   melden. Das Angebot ist kostenfrei. Ab elf Jahren kann man  hineinschnuppern.

Am 13. März 1993 erfolgte die offizielle Gründung bei der Jahreshauptversammlung der Gesamtwehr. Mit 16 Jugendlichen im Alter von zwölf bis 16 Jahren fand am 2. Juni 1993 der erste Dienst statt. Rütten war der erste Jugendfeuerwehrwart, Wolfers sen. sein Stellvertreter. Dazu kamen vier weitere Kollegen, die sich um die Ausbildung der Jugendlichen kümmerten.

 

Über all die Jahre hinweg hielt sich die Mitgliederzahl in dieser Höhe. Es gab immer nur kurzfristige Einbrüche, wenn ein Schwung von gleichaltrigen Jugendlichen in die Erwachsenen-Wehr überwechselte. Dann aber standen aber meist schon die nächsten Jugendlichen in den Startlöchern, um die Lücken zu füllen. „Über 80 Prozent der Mitglieder aus der Jugendfeuerwehr wechseln in die große Wehr und bilden damit unseren mehr als nur wichtigen Nachwuchs“, sagt Laschet.

Von den einstigen Gründungsjahrgang der Jugendfeuerwehr sind heute etliche bei den beiden Löschzügen Oedt und Grefrath sowie den Löschgruppen Vinkrath und Mühlhausen im Einsatz und bilden das rund 130-köpfige Team der Feuerwehr Grefrath mit. „Die Jugendlichen lernen in Praxis und Theorie Feuerwehrtechnisches und werden auf Leistungsspangen vorbereitet. Erste Hilfe, die Besuche von Leitstellen und Berufsfeuerwehren gehören aber ebenso dazu wie Eislaufen, Zeltlager und Pizza backen“, informiert Björn Breuer. Der Oberfeuerwehrmann ist einer der sechs Betreuer der aktuell 18 Jugendlichen zwischen zwölf und 17 Jahren. Wobei auch zwei Mädchen zum Team gehören. Alle 14 Tage mittwochs ist das Gerätehaus Grefrath oder Oedt von 18.30 bis 21 Uhr Treffpunkt für die Jugend. „Eigene Räume brauchen wir nicht. Wir können alle vier Gerätehäuser nutzen. Sie stehen uns alle offen“, sagt Breuer. Ein eigenes Fahrzeug hat die Jugendfeuerwehr indes aber. Wobei es genau genommen sogar anderthalb sind, denn neben dem LF8 ist der Mannschaftswagen Oedt auch der offizielle Wagen.

Info: Mädchen und Jungen ab zwölf Jahren, die gerne der Jugendfeuerwehr beitreten möchten, können sich unter www.feuerwehr-grefrath.de oder über Facebook - Freiwillige Feuerwehr Grefrath - melden.

Quelle: RP Online

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