STARKES TEAM

100 Jahre – die Feuerwehr Vinkrath feiert in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum. In der kleinsten Löschgruppe der Gemeinde Grefrath spielen Zusammenhalt und Kameradschaft eine besondere Rolle.

Dritter Löschzug der Feuerwehr Grefrath. So hieß die Truppe aus 14 Vinkrathern, die 1921 unter der Führung von Löschgruppenführer Johann Ingenpass ihren Dienst aufnahm. Als Gerätehaus diente eine Garage auf dem Schulhof der Alten Schule an der heutigen Dorfstraße. Das erste Löschgerät war eine alte Handspritze. 100 Jahre ist das her: Das Jubiläum würde die mit 19 Wehrleuten kleinste Löschgruppe der Gemeinde gerne feiern. Ob das möglich sein wird, steht noch in den Sternen. Freiwillige sind immer zur Stelle „Oh, die Freiwillige Feuerwehr – wann kommt denn die Berufsfeuerwehr?“ Das hören die Wehrleute immer mal wieder.

„Zusammenhalt und Kameradschaft –

dafür stehen wir bei der Feuerwehr Vinkrath.“

Andreas Wellen, Löschgruppenführer

„Viele wissen gar nicht, dass die Feuerwehr hier komplett aus ehrenamtlichen Kräften besteht“, sagt Löschgruppenführer Andreas Wellen. Es gibt eine hauptamtliche Wache mit einem Löschzug und hauptamtlichen Kräften in Viersen. Aber die Einsätze vor Ort bei Bränden, Unfällen und anderen Gefahren in der Gemeinde leisten die Ehrenamtler. Zu etwa 120 Einsätzen rücken sie pro Jahr aus. Die Vinkrather sind dabei an 50 bis 80 Einsätzen beteiligt. Stets fahren sie zusammen mit den Grefrather Kräften zu einem Einsatz, mit denen sie einen gemeinsamen Löschzug bilden. Dabei machen die sogenannten „technischen Hilfeleistungen“, wie das Befreien von Menschen aus ihren Wagen nach Unfällen oder von hilflosen Personen hinter einer verschlossenen Tür, einen großen Teil der Einsätze aus. Die sechs Wehrleute stehen stellvertretend für ihre zahlreichen Kameraden der Feuerwehr Vinkrath (v.l.): Michael Theis, Thomas Horntasch, Hans Jürgen Pasch, Eric Heinen, Josef Schoenmackers, Andreas Wellen. Um für die Anforderungen in Gefahrenfällen vorbereitet zu sein, müssen Ausrüstungen und Geräte stimmen. Von der alten Handspritze hat man sich doch erheblich weiterentwickelt und fährt seit 2002 das Löschgruppenfahrzeug LF 10/6 mit Kreiselpumpe und einem Löschwasserbehälter mit 600 Litern Wasser. „Der 7,5-Tonner ist ein Leichtgewicht unter den Feuerwehrfahrzeugen und auf dem aktuellen Stand der Technik“, sagt Andreas Wellen. Besonderer Zusammenhalt Einer, der sich gut an die alten Zeiten erinnert, ist Hans-Jürgen Pasch. Er war 32 Jahre lang Löschgruppenführer

Quelle:Aktuelle Ausgabe der Gemeindewerke Grefrath "Gut zu Wissen"

ENGAGIERTE MITSTREITENDE GESUCHT!

 

Damals hatte er als Jüngster die Leitung der Truppe übernommen, die sich aus vielen gestandenen Wehrleuten zusammensetzte. „Das war kein Problem. Alle sagten: ‚Wir stehen zu 100 Prozent hinter dir.‘ Das war auch so – die gesamte Zeit über.“ Zusammenhalt und Kameradschaft haben in Vinkrath immer eine besondere Bedeutung. Wenn Hilfe gebraucht wird, packen alle mit an. Das war auch der Fall, als die Löschgruppe ein neues Gerätehaus brauchte. 1982 bauten sie es in Eigenleistung, 1991 und 2014 entstanden weitere Anbauten. Das A und O: die Kameradschaft Der Kameradschaftsabend und gemeinsame Ausflüge sind seit vielen Jahren fester Bestandteil des Vinkrather Feuerwehr-Lebens. Ebenso das traditionelle Eisbeinessen beim ersten Dienst des Jahres, der Jahresrückblick und die „Hydrantenkontrolle“ mit anschließendem gemütlichem Beisammensein – da ist dann auch die „Ehrenabteilung“ der Wehrleute im Ruhestand mit von der Partie. „Kameradschaft wird großgeschrieben. Es ist das A und O, dass du dich bei einem Einsatz auf die anderen verlassen kannst“, sagt Feuerwehrmann Dirk Sasserath. In Corona-Zeiten leidet diese Kameradschaft enorm. Aber nicht nur die. Damit die Freiwillige Feuerwehr einsatzbereit ist, müssen die Feuerwehrleute ausgebildet sein und üben. Die Grundausbildung, die normalerweise zusammen mit der Feuerwehr Nettetal stattfindet, geht über zwei Jahre. Mit 17 Jahren kann man die erste Ausbildung beginnen und mit 18 Jahren in die Feuerwehr aufgenommen werden. Dann folgen verschiedene Lehrgänge. Alle zwei Wochen stehen Übungen auf dem Programm. „Vinkrath und Mülhausen fahren als Gemeinschaft der kleinen Löschgruppen auch immer eine Übung zusammen“, erklärt Andreas Wellen. Das Jubiläum feiern wäre schön, Dass zurzeit keine Übungen und Lehrgänge stattfinden können, ist ein großes Problem. „Wir halten uns bereit, haben coronakonforme Konzepte für Übungen in kleinen Gruppen parat. Und wir planen auch, Ausbildungen in Grefrath anzubieten“, so Dirk Sasserath. Wenn eine Jubiläumsfeier nicht möglich sein sollte, wäre das sehr schade. „Solche Feiern sind immer eine gute G e l e g e n h e i t, neue Mitglieder zu gewinnen“, weiß Hans-Jürgen Pasch. Denn weitere Mitstreitende sind immer gerne gesehen. „Wer Lust hat, bei der Feuerwehr mitzumachen, kann sich melden. Wir suchen immer Verstärkung“, sagt Andreas Wellen. „Gerne einfach mal vorbeischauen und sich eine Übung ansehen – wenn das nach Corona hoffentlich bald wieder möglich ist.“

MITSTREITENDE GESUCHT!

Sie interessieren sich für die Freiwillige Feuerwehr in der Gemeinde Grefrath? Die Wehrleute freuen sich über neue Mitstreitende. Kontakt über die Homepage der Feuerwehr Grefrath:

www.feuerwehr-grefrath.de