Presse Aktuell

Brandschutzfrüherziehung

 

Spielerisch vor Feuergefahren schützen

Früherziehung beim Brandschutz gehört zu den Aufgaben der Feuerwehr. Die Jungen und Mädchen sind immer mit Begeisterung dabei.

Nicole Storz übergibt den Notfallkoffer an Stefan Feld (r.) und Wehrleiter Hans-Konrad Funken. Foto: Kurt Lübke

Nicole Storz übergibt den Notfallkoffer an Stefan Feld (r.) und Wehrleiter Hans-Konrad Funken.

 

Grefrath. Oberbrandmeister Stefan Feld macht seit zehn Jahren Brandschutzfrüherziehung mit Kindergarten- und Grundschulkindern, gelegentlich aber auch mit Fünftklässlern der Sekundarschule. Er wird seinen Kurzlehrgang ab sofort noch anschaulicher und zielgruppengerechter gestalten können: Der Feuerwehr wurden von Nicole Storz von der Provinzial-Versicherung ein Koffer mit didaktischem Material übergeben im Wert von rund 700 Euro – eine schöne „Bescherung“.

Koffer soll die Aufklärung im Brandfall erleichtern

Worüber Stefan Feld, der gemeinsam mit Manfred Wolfers junior dafür sorgt, dass Kinder mit Feuer keinen Unsinn machen und zugleich lernen, wie man sich im Brandfall verhalten muss, immer wieder schmunzeln muss: „Wenn ich frage, wofür die Feuerwehr da ist, höre ich sehr oft, um eine Katze vom Baum zu holen.“ Er muss also einiges an Aufklärungsarbeit leisten. Der Inhalt des Koffers wird ihm diese Aufgabe erleichtern.

Übung Burg Uda

 

 

 

 

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Servicezeit

Am heutigen Samstag besuchte uns der WDR. Im Rahmen unserer Übung unterstützten wir bei Drehaufnahmen für die Sendung "Servicezeit".

Thema war die Haltbarkeit von Regenschirmen.

 

Den Termin der Ausstrahlung und den Link auf die Mediathek werden wir natürlich mit euch teilen, sobald wir ihn erfahren.

 

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Serie Grefrather Feuerwehr LGR Vinkrath

Serie Grefrather Feuerwehr Löschzug Vinkrath

Stolz auf den Gemeindepokal

 

Der Löschzug Vinkrath hat drei Mal hintereinander den internen Feuerwehrwettkampf gewonnen. FOTO: wolfgang kaiser

Mit dem Gründungsjahr 1921 ist die Löschgruppe Vinkrath bei der Freiwilligen Feuerwehr Grefrath die jüngste. Wenn Grefrath alarmiert wird, rücken die Vinkrather direkt mit aus. Die Tagesverfügbarkeit ist groß. Von Bianca Treffer

Vinkrath Auf den Pokal, der im Gruppenraum des Feuerwehrgerätehauses steht, sind die Feuerwehrleute der Löschgruppe Vinkrath der Freiwilligen Feuerwehr Grefrath schon ein wenig stolz. Es handelt sich um den Gemeindepokal und "den haben wir dreimal hintereinander gewonnen. Das hat bis jetzt noch keiner geschafft. Nun gehört der Pokal uns", berichtet Löschgruppenführer Josef Schoenmackers. Hintergrund: An Fronleichnam veranstaltet die Löschgruppe Mülhausen seit Jahren einen internen Feuerwehrwettkampf unter den Löschgruppen und -zügen der Grefrather Feuerwehr sowie der unmittelbaren Nachbarschaft der Gemeinde, und beim dem hatten die Vinkrather die Nase vorn.Vorneweg war die Löschgruppe auch vor einigen Jahren. Sie war nämlich die erste innerhalb der Gesamtwehr Grefrath, die eine Feuerwehrfrau im Team hatte. "Wir hatten zwischendurch sogar zwei Frauen, aber eine ist durch Umzug weggefallen", sagt der stellvertretende Löschzugführer Thomas Horntasch. Mit erwähnter Frau zählt die Löschgruppe aktuell 21 aktive Wehrleute, dazu kommen zehn Feuerwehrleute in der Ehrenabteilung. Damit sind die Vinkrather generell gut aufgestellt, aber sie würden ihre Löschgruppe trotzdem gerne vergrößern. Eine Größe von 25 Wehrleuten ist angestrebt. In Sachen Tagesverfügbarkeit sieht es bei der Löschgruppe Vinkrath gut aus. "Wir haben den Vorteil, dass in unserer Gruppe viele Landwirte und Gärtner anzutreffen sind und in Vinkrath arbeiten", informiert Schoenmackers. Wenn der Löschzug Grefrath alarmiert wird, rücken die Vinkrather immer mit aus, um Brände zu bekämpfen oder technische Hilfeleistung zu geben. Es gab aber auch schon kurioses. Mit Lachen erinnert sich Horntasch an einen sogenannten stillen Einsatz, bei dem der Löschzug Vinkrath von der Kreisleitstelle alarmiert wurde. "Jemand hatte eine festgefrorene Ente auf einem Gewässer in der Nähe von Tonis Bauerncafé gemeldet. Die Löschgruppe ist hin und ich bin, entsprechend gesichert, im Trockentauchanzug in das Wasser gegangen", erinnert sich der Hauptbrandmeister. Als er fast an der Ente angelangt war, die er mit einem Beil aus dem Eis befreien wollte, flog das Tier auf. Angefroren war da nichts.

Aber schließlich gehört auch Tierrettung zu den Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehr, und die Ente war als festgefrorenen gemeldet worden. Die Wehrleute nahmen den Einsatz mit Humor. Überhaupt ist die Kameradschaft unter den Vinkrather sehr ausgeprägt. Man kennt sich untereinander und feiert unter anderem die Geburtstage zusammen. Gemeinsam haben die Wehrleute auch Hand an ihrem Gerätehaus angelegt und es zu dem funktionalen Schmuckstück gemacht, das es heute ist. Hier sind nicht nur das Löschfahrzeug und der Mannschaftswagen zuhause, sondern alle Wehrleute fühlen sich am Standort wohl.

Die Vinkrather sind eine junge Wehr. 1921 ging es mit 14 Männern los und das mit einer älteren Handspritze in einer Garage auf dem Hof der alten Schule, die als Gerätehaus diente. 1948 kam ein erster offener Mannschaftswagen, den die Grefrather an die Vinkrather Kollegen abtraten. Sechs Jahre später zog das erste neue Löschfahrzeug ein, dem 1966 ein Tragkraftspritzenfahrzeug folgte. Dieses stand beim damaligen Wehrführer, da die alte Schule mittlerweile abgerissen worden war. Weil in Vinkrath keine geeignete Garage vorhanden war, deponierte die Löschgruppe das 1980 neu angeschaffte Tragkraftspritzenfahrzeug zunächst im Grefrather Gerätehaus. An der Dorfstraße bauten die Wehrleute in Eigenleistung dann ihr eigenes Gerätehaus, dem später ein weiterer Anbau folgte. Erst vor drei Jahren kam es zur Vergrößerung, bei dem das heutige Gerätehaus mit Schulungsraum, Küche, Umkleiden und Sanitäranlagen entstand. Alle 14 Tage und zwar immer freitags ab 19.30 Uhr ist im Gerätehaus Übungsabend angesagt, bei dem auch Interessierte die Löschgruppe kennenlernen können.

Frauen und Männer ab 18 Jahren, die sich für eine ehrenamtliche Mitarbeit in der Löschgruppe Vinkrath der Freiwilligen Feuerwehr interessieren können per Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Kontakt aufnehmen.

Quelle: RP
 
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Serie LGR Mülhausen

Serie Grefrather Feuerwehr Löschgruppe Mülhausen

Stets bereit: In Badehose zum Einsatz

Der seit 124 Jahren bestehende Löschzug Mülhausen legt großen Wert auf Kameradschaft. Bei allen Einsätzen haben die Blauröcke ein gelbes Entchen als Maskottchen dabei. FOTO: Wolfgang Kaiser

Kempen. Wenn rote Fahrzeuge an der Kirchstraße 15 ausrücken, dann ist die Löschgruppe Mülhausen im Einsatz. 24 Feuerwehrmänner sind ehrenamtlich unterwegs. Pro Jahr gibt es durchschnittlich 50 bis 60 Alarmierungen. Von Bianca Treffer

Brand in der Liebfrauenschule. Bei den Feuerwehrmännern der Löschgruppe Mülhausen sitzt jeder Handgriff. Innerhalb kürzester Zeit sind alle einsatzbereit und das Löschfahrzeug LF 10 sowie das Tragkraftspritzenfahrzeug Wasser, kurz TSFW genannt, fahren aus dem Gerätehaus. Allerdings ohne Sirenen, denn es handelt sich lediglich um eine Brandeinsatzübung im Rahmen des normalen 14-tägigen Dienstabends. "Wir nutzen immer gerne die Gebäude in unserer Ortschaft für Übungen. So sind wir bestens mit den Liegenschaften vertraut, sollte es einmal zu einem Ernstfall kommen", erklärt Oberbrandmeister und Löschgruppenführer Michael Heyer.

Seit 124 Jahren hat Mülhausen eine freiwillige Löschgruppe, zwei Heimatforschern schreiben gerade an deren Geschichte. Für das Jubiläum im kommenden Jahr soll nämlich eine detaillierte Chronik erscheinen. Aktuell zählt die Löschgruppe, die der Freiwilligen Feuerwehr Grefrath angehört, 24 aktive Mitglieder. Dazu kommen ein Jugendfeuerwehrmitglied und neun ehemalige Feuerwehrmänner in der Ehrenabteilung. "Eine Frau hatten wir bislang noch nicht in unserer Gruppe. Wobei wir uns über Zuwachs freuen würden, egal ob Frauen oder Männer. Denn je größer wir sind, umso besser ist unsere Tagesverfügbarkeit", sagt Heyer.

Im vergangenen Jahr konnte die Löschgruppe zwei Quereinsteiger begrüßen, die mit Mitte/Ende 30 ihre Grundausbildung absolvierten und nun der Löschgruppe angehören. Auch in Mülhausen gilt, viele der ehrenamtlichen Feuerwehrmänner arbeiten auswärts und stehen zu den Arbeitszeiten entsprechend nicht zur Verfügung. Dies wird ein stückweit dadurch kompensiert, dass Feuerwehrmänner, die anderen Löschzügen angehören, aber in Mülhausen arbeiten, über Tag bei einem Notfall vor Ort mit in den Einsatz gehen.

Mit dabei sind auch immer zwei ganz bestimmte Kollegen. Die sind quietschgelb und normalerweise in der Badewanne anzutreffen. Die Löschgruppe hat in jedem der beiden Fahrzeuge auf dem Armaturenbrett eine Ente sitzen. "Das sind unsere Maskottchen, die immer mitfahren", klärt Unterbrandmeister Manfred Wolfers auf. Als so vor zwei Jahren das neue Löschfahrzeug einzog und den in die Jahre gekommenen Vorgänger ablöste, zog die Ente sofort um.

Das LF 10 ist etwas Besonderes. Es ist das einzige Feuerwehrfahrzeug in der Gemeinde Grefrath mit einer Seilwinde. Es ist mit einem neuen Kettensystem ausgerüstet, das der Crash-Rettung dient. Das heißt, wenn jemand schnell aus einem verunglückten Fahrzeug herausgeholt werden muss, muss das LF 10 her. Für den Wagen musste die Halle eigens tiefer gelegt und das Tor in der Höhe verbreitert werden. Sonst hätte das Fahrzeug nicht in die Halle gepasst. "Der Bauhof hat den Hallenboden rausgeholt, und wir haben in Eigenleistung das Tor erhöht", berichtet Heyer. Auch für den TSFW ging die Löschgruppe unter die Handwerker und verbreiterte die Toreinfahrt. "Wir mussten immer mit eingeklappten Spiegeln einfahren, sonst hätten wir nicht reingepasst", erzählt Heyer.

Das Gerätehaus an sich hat einen etwas ungewöhnlichen Standort. Es befindet sich in einem ganz normalen Wohnhaus inmitten einer zentral gelegenen Wohnstraße von Mülhausen. Die Vorteile liegen auf der Hand. Dermaßen zentral gelegen ist die Ausrückzeit entsprechend bestens. Viele der Feuerwehrmänner sind in unmittelbarer Nähe des Gerätehauses zu Hause. Einer von ihnen wohnt sogar direkt über dem Gerätehaus mit Halle, Dienstraum, Umkleide und sanitären Einrichtungen. Die schnelle Reaktion bei Einsätzen brachte Bastian Schmitz indes den Spitznamen "Schönwetter-Feuerwehrmann" ein. Der Hauptfeuermann, der schräg gegenüber des Gerätehauses wohnt, erschien bei einer Alarmierung im Sommer nämlich in roter Badehose. "Ich war gerade im Garten, als der Piepser ging und hechtete direkt hinüber", berichtet Schmitz, der damals auf jeden Fall der erste war, der in voller Ausrüstungsmontur startklar war.

Eins wird bei den Mülhausener Feuerwehrleute ganz groß geschrieben, und das ist die Kameradschaft. In diesem Zusammenhang ist der Dress-Abend zu nennen, wobei Dress im Plattdeutschen für meckern steht. Am letzten Dienstabend im Jahr darf jeder sagen, was ihn, auf Jahr gesehen, gestört hat. Aber kein darf beleidigt oder nachtragend sein, wenn es vielleicht mal Kritik an der eigenen Person gibt.

Frauen und Männer ab 18 Jahren, die sich für eine ehrenamtliche Mitarbeit in der Löschgruppe Mülhausen der Freiwilligen Feuerwehr Grefrath Löschzug interessieren, können sich an den Löschgruppenführer Michael Heyer, Telefonnummer: 0175 8511236, wenden. Es besteht die Möglichkeit, an den Dienstabenden als Gast teilzunehmen, um sich näher zu informieren

Quelle: RP

RP Serie LZ Oedt

Serie Grefrather Feuerwehr Löschzug Oedt

Auf der Suche nach Verstärkung
 
Serie Grefrather Feuerwehr Löschzug Oedt: Auf der Suche nach Verstärkung

Die Mitglieder des Löschzuges Oedt der Freiwilligen Feuerwehr Grefrath in ihrem Gerätehaus. Die Kameraden freuen sich über jeden, der ihre Reihen verstärken möchte. FOTO: Norbert Prümen

Wenn Menschenleben in Gefahr sind, rückt der Löschzug Oedt der Freiwilligen Feuerwehr Grefrath vom Gerätehaus an der Tönisvorster Straße aus. Derzeit ist der Löschzug personell nicht so gut aufgestellt. Von Bianca Treffer

Oedt

Wenn der Löschzug Oedt der Freiwilligen Feuerwehr Grefrath in zwei Jahren sein 125-jähriges Bestehen feiert, dann haben die Feuerwehrleute allesamt einen großen Wunsch. Sie möchten wieder eine Gruppe von über 30 Feuerwehrmännern und -frauen sein. Aktuell zählt der Zug 27 aktive Mitglieder sowie zwölf Mitglieder in der Ehrenabteilung. Dazu kommen zwei Mitglieder von der Freiwilligen Feuerwehr Tönisvorst, die in Oedt arbeiten und die Tagesverfügbarkeit des Oedter Löschzuges verstärken. Denn genau die ist es, die den Feuerwehrleuten ein wenig Kopfschmerzen bereitet.

Je nach Stichwort braucht ein Löschzug bei einem Einsatz eine entsprechende Anzahl an Personen - und die zu erreichen, fällt teilweise schwer, da einfach zu viele Feuerwehrmänner auswärts arbeiten und daher während der normalen Arbeitszeiten nicht zur Verfügung stehen. "Bei einer entsprechenden Alarmierung wie zum Beispiel Wohnungsbrand mit Personen im Gebäude, werden daher immer die Züge Oedt und Grefrath gleichzeitig alarmiert. So ist die Einsatzfähigkeit auf jeden Fall gewährleistet", erklärt der Brandinspektor und stellvertretende Löschzugführer Albert Mertens. Mit einer größeren Feuerwehrmannschaft, Männer wie Frauen, wäre die Oedter einfach sicherer aufgestellt.

Frauen gibt es allerdings momentan im Löschzug überhaupt nicht. Die bisher einzige weibliche Vertreterin ist weggezogen und gehört jetzt an ihrem neuen Wohnort der dortigen Freiwilligen Feuerwehr an. "35 Feuerwehrleute wäre eine gute Zahl", sagt Mertens und fügt an, man sei derzeit von Seiten der Wehrgröße so schwach wie noch nie. Begründet ist die niedrige Zahl darin, dass weitere Feuerwehrleute durch Wegzüge aus Oedt nicht mehr zur Verfügung stehen und bislang keine entsprechenden Neuzugänge das kompensieren können. Jeder, der sich für die ehrenamtliche Arbeit im Löschzug interessiert, ist eingeladen, bei den Dienstabenden hineinschnuppern und sich zu informieren, wer der Löschzug ist und was zu den Aufgaben gehört. "Wir hoffen, dass wir Menschen aus unserer Gemeinde für die ehrenamtliche Tätigkeit als Feuerwehrmann oder -frau begeistern können. Bei uns findet jeder seine Aufgabe. Vielen Bürgern ist gar nicht bewusst, dass wir ehrenamtlich arbeiten und daher auf das Engagement von weiteren Oedtern angewiesen sind", sagt Mertens.

Durchschnittlich 50 Einsätze fallen pro Jahr an. Hinzu kommen die zahlreichen Stunden, die die Ehrenamtler bei Übungen sowie Aus- und Weiterbildungen leisten. Neben Bränden und technischen Hilfeleistungen gibt es in der Einsatzstatistik so manche Kuriosität. Dazu gehörten unter anderem ein eingefrorener Schwan auf dem Nierssee, eine Kuh in der Güllegrube, eine eingefangene Schlange und ein Schwergewichtstransport mit Höhenrettungseinsatz zusammen mit den Mönchengladbacher Kollegen.

Der Löschzug Oedt ist gut ausgerüstet. Das Gerätehaus an der Tönisvorster Straße beherbergt gleiche mehrere Fahrzeuge. Das Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20-1 ist hier genauso zu Hause wie das HLF 20-2. Dazu kommt das Löschfahrzeug LF 1, das mit seinen 31 Jahren noch voll einsatzfähig ist. "Wir nutzen es überwiegend als Transportmittel für die Mannschaft und als Ausbildungsfahrzeug", informiert Oberbrandmeister Volker Glasmachers. Zum LF 1 gehört des Weiteren ein Schlauchwagen. Das zusätzliche Schlauchmaterial ist besonders wichtig, wenn Einsätze im Außenbereich erfolgen, wo unter Umständen viel Schlauchmaterial benötigt wird. Der neue Mannschaftswagen hat eine Doppelfunktion. Er dient dem Löschzug und wird auch für die Jugendfeuerwehr genutzt. Im Gerätehaus parkt auch der Öl-Alarmanhänger, der sämtliches Material für die Beseitigung von Ölspuren beinhaltet. Eine Besonderheit ist die Feldküche des Kreises Viersen, die samt Gulaschkanone ebenfalls im Gerätehaus steht. Nicht zu vergessen ist die Atemschutzwerkstatt. Dazu kommen der Mannschaftsraum samt Küche sowie die sanitären Einrichtungen.

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Quelle: RP

Serie LZ Grefrath

 

Serie Grefrather Feuerwehr Löschzug Grefrath

Grefrath ist bei jedem Einsatz dabei

Der Grefrather Löschzug vor seinem Gerätehaus: Die Wehr ist bestens ausgerüstet und personell gut aufgestellt. Nachwuchs ist jedoch ständig willkommen.

FOTO: Wolfgang Kaiser

Der Löschzug Grefrath ist der personenstärkste in der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde. 41 Wehrleute sind im Einsatz. Die Tagesverfügbarkeit ist gut, weil viele der Aktiven im Ort arbeiten. Von Bianca Treffer

Wenn es um eine Patientenrettung geht, muss das Fahrzeug TM 27 vom Löschzug Grefrath der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde oft zusammen mit dem Rettungsdienst ausrücken und das nicht nur auf Grefrather Gebiet. TM steht für Teleskopmast, und damit ist das Fahrzeug ein ganz besonderes. Es verfügt über einen 27 Meter langen Gelenkmast und kann auf engsten Raum arbeiten, da es sich innerhalb der Fahrzeugkontur abstützt. Während die Drehleiter rechts und links Platz für das Ausfahren ihrer hydraulischen Stützen Raum benötigt, kann der TM 27 darauf verzichten, selbst wenn der Mast voll ausgefahren ist. "Das Fahrzeug ist ein absolutes Unikat. Die Hersteller haben es mit uns zusammen entwickelt. Es sollte in Serie gehen, aber durch eine Trennung der Hersteller kam es nie dazu. Wir besitzen das einzige Fahrzeug dieser Art", berichtet Erik Ix, der den Löschzug Grefrath zusammen mit seinem Bruder Hans-Josef Ix führt.

 

Eine Krankentragenlagerung für den Rettungskorb ermöglicht es, schwer verletzte Patienten aus oberen Etagen herauszuholen, ohne dass sie vom Rettungspersonal durch ein Treppenhaus getragen werden müssen. Zum TM 27 kommen fünf weitere Fahrzeuge, die der Löschzug sein eigen nennt. Im Gerätehaus am Rathausplatz stehen außerdem das Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF) 20-1 und das HFL 20-2, die beide für die technische Hilfeleistung und das Löschen ausgerüstet sind, sowie der Einsatzleitwagen ELW 1 und das Mehrzweckfahrzeug (MZF).

Letzteres verfügt über ein Fahrgestell mit Ladebordwand und Plane. "Wir haben im Gerätehaus ein Hochregallager, in dem sich Rollcontainer mit den unterschiedlichsten Materialien befinden. Entsprechend des Einsatzes können wir das MZF schnell beladen und sind einsatzfähig", erläutert Erik Ix.

Ein Oldtimer gehört ebenfalls zum Fuhrpark, der entsprechend seines Alters aber in Rente ist. 61 Jahre hat das LF 16 auf dem Buckel. Das Löschfahrzeug trägt die Seriennummer eins und war seinerzeit das erste Feuerwehrfahrzeug mit Frontlenker. Die Feuerwehr in Grefrath hat noch eine viel längere Geschichte. Sie gibt es seit nunmehr 135 Jahren.

Vor dem Hintergrund, dass der Löschzug Grefrath die größte Einheit innerhalb der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde bildet, ist nicht nur die Atemschutzwerkstatt größer, sondern am Rathausplatz ist auch der hauptberufliche Gerätewart beheimatet. Er wohnt direkt über der Gerätehalle.

Insgesamt zählt der Löschzug 41 aktive Wehrleute, darunter auch drei Frauen. "Wir sind gut aufgestellt, freuen uns aber immer über Nachwuchs", betont Erik Ix. Dank der guten personellen Aufstellung und der Tatsache, dass etliche der ehrenamtlichen Wehrmitglieder in Grefrath arbeiten, ist die Tagesverfügbarkeit entsprechend gut. "Wir haben allein drei Kollegen vom Bauhof, acht bei den Gemeindewerken und zwei im Eisstadion. Dazu zählen auch Kollegen aus Löschzügen der Umgebung, die aber in Grefrath arbeiten und bei einem Einsatz entsprechend mitfahren", erläutert der Oberbrandinspektor.

In gesamten Gemeindegebiet wird über Tag mit der Zweizugalarmierung gearbeitet. Das heißt, egal, wo etwas passiert, der Löschzug Grefrath wird immer mitalarmiert. So ist garantiert, dass eine entsprechende Anzahl von Wehrleuten die benötigte Hilfe leisten kann.

Alle zwei Wochen freitags, 19.30 Uhr, treffen sich die Grefrather Wehrleute zu einem Übungsabend. An der Feuerwehr interessierte Grefrather können jederzeit einmal vorbeischauen, ob das Ehrenamt Feuerwehr nicht auch etwas für sie wäre.

Quelle: RP