Freitag, 23. August 2019

 

Die Feuerwehren suchen immer Menschen, die Teamgeist, Offenheit, Kameradschaft und Leistungsbereitschaft mitbringen. Jede Wehr bietet die Möglichkeit, bei Übungsabenden reinzuschnuppern und die Tätigkeiten sowie die Feuerwehrmitglieder kennenzulernen.

Kontakt zur Feuerwehr Grefrath: Wehrführer Hans Konrad Funken, Telefon: 02158 4080352, oder per E-Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Der Teleskopmast, der im Funkverkehr auf den Namen Florian Grefrath 1/ TM27 /1 hört, ist eines von 14 Fahrzeugen der Grefrather Feuerwehr. Nach dem HLF 20, dem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, ist es stets das zweite Fahrzeug, das aus dem Gerätehaus am Rathausplatz ausrückt. Rund 200 Einsätze hat der Teleskopmast im Jahr.

 Die Feuerwehr wird immer öfter gerufen. 2018 hatte man in Grefrath 50 Prozent mehr Einsätze als im Jahr zuvor, so Laschet. Brandeinsätze seien seltener geworden. Vorbeugender Brandschutz und Rauchmelder würden Wirkung zeigen. Sehr häufig müssen die Kameraden mit dem Teleskopmast ausrücken, um den Rettungsdienst zu unterstützen. Müssen Patienten bei einem medizinischen Notfall aus einer oberen Etage nach unten transportiert werden, geht das meist einfacher und für den Patienten schonender mit dem Teleskopmast. Es gibt eine Halterung für die Tragen der Rettungsdienste und einen so genannten Schleifkorb, in dem der Patient geschützt liegen kann.

„Der Teleskopmast ist gut für enge Straßen geeignet“, erklärt Hartmut Lennackers, der hauptamtliche Gerätewart der Grefrather Feuerwehr, und macht es gleich vor. Auf Knopfdruck fahren die Stützen nach unten aus, nicht zur Seite. Das spart Platz. Dann kann es auch schon losgehen. Der Mast fährt aus und bringt die Passagiere 27 Meter in die Höhe, sodass man vom Platz vor dem Gerätehaus am Rathausplatz die höchsten Gebäude der Gemeinde, den Kirchturm von St. Laurentius und auch die Mehrfamilienhäuser im Westgebiet, sehen kann.

Das Fahrzeug ist mit seinen 7,6 Metern Länge recht kompakt, mit 15,6 Tonnen allerdings kein Leichtgewicht. In Sachen Schnelligkeit und Belastbarkeit des Korbs steht der Teleskopmast einer Drehleiter in nichts nach. Der Korb ist wendiger als bei einer klassischen Drehleiter, denn auch der Korb selbst kann um 90 Grad nach links und rechts gedreht werden. Eine große Hilfe, wenn mehrere Menschen gerettet werden müssen, ist der so genannte Memory-Knopf. Der Computer im Wagen merkt sich die genaue Positionierung des Korbs und nimmt diese auf Knopfdruck automatisch wieder ein. So muss der Drehleitermaschinist am Steuer nur einmal richtig anlegen.

Es gibt eine Wasserleitung zum Korb und dort eine Vorrichtung für ein Strahlrohr sowie Scheinwerfer. Denn als Unterstützung für die Polizei ist das Fahrzeug auch schon mal im Einsatz, wenn Unfallstellen ausgeleuchtet werden müssen oder die Ermittler Fotos von oben schießen müssen. Eine Teleskop-Kettensäge ist ebenfalls an Bord.

Um den Teleskopmast bedienen zu können, benötigt man die Ausbildung zum Drehleitermaschinisten. Etwa 15 Grefrather Feuerwehrleute haben diese Ausbildung absolviert. „Wir haben das so gestreut, dass das Fahrzeug immer besetzt werden kann“, so Laschet. Die Grefrather Wehr ist übrigens immer offen für Freiwillige, die Lust haben, bei der Feuerwehr mitzumachen.

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