Montag, 25. März 2019

Serie Grefrather Feuerwehr Jugendfeuerwehr

Nachwuchs für die Blauröcke

 

Alexander Botschen zeigt den Nachwuchskräften, worauf es bei der Arbeit der Feuerwehr ankommt. Über neue Mitglieder würde man sich sehr freuen. Foto: wolfgang kaiser

Von Bianca Treff

Im  Jahr 2018 feiert die Jugendfeuerwehr Grefrath ihr 25-jähriges Bestehen. Derzeit ist Jugendwart Helmut Fenten auf Nachwuchssuche. Momentan hat die Abteilung nämlich nur sieben Mitglieder.

Grefrath Kaum ist der Feuerwehrbus rückwärts in das Gerätehaus des Löschzuges Oedt der Freiwilligen Feuerwehr Grefrath eingefahren und steht, da gehen auch schon die Türen auf, und ein ganzer Schwung Mitglieder der Jugendfeuerwehr in Übungskleidung strömt heraus. Das Ziel ist der Versammlungsraum, wo sich schon einige Jugendliche eingefunden haben, allerdings nicht in der bekannten Arbeitskleidung. "Wir haben heute Abend fünf Gäste, die einmal in das Jugendfeuerwehrleben hineinschnuppern möchten", informiert Helmut Fenten.

Eine Tatsache, die den Jugendfeuerwehrwart sichtlich freut, denn derzeit ist die Jugendfeuerwehr mit sieben Mitgliedern etwas dünn besiedelt. Vier der Mitglieder sind nämlich gerade in die Erwachsenenwehr gewechselt, was ab 18 Jahren möglich ist. "Wir möchten unsere Jugendfeuerwehr entsprechend wieder aufstocken und freuen uns sehr über das Interesse von Jungen und Mädchen. Eine Wehr von 15 bis 16 Jugendlichen können wir locker vertragen", bemerkt Fenten.Im Versammlungsraum hat Ausbilder Alexander Botschen alle begrüßt. Da an diesem Abend Fahrzeug- und Gerätekunde angesagt ist, ziehen sie gemeinsam in die Fahrzeughalle um. Botschen gibt eine brennende Gartenlaube am offenen Gewässer vor. Das ist eine Aufgabe, die Bewegung in die Gruppe bringt. An den Fahrzeugen werden Türen geöffnet, und Hände greifen routiniert zu den Gerätschaften, die für die vorgegebene Gefahrenlage benötigt werden. Vor dem Ausbilder liegen schließlich A-Saugrohre, ein Saugkorb, ein Saugschutzkorb und eine ebenfalls benötigte Feuerwehrleine. Mit interessierten Blicken haben die Neulinge alles verfolgt, wobei so manch einer erstaunt ist, wie zielsicher die Jugendfeuerwehr-Mitglieder arbeiten. Gespannt hören sie zu, als Botschen die Jugendlichen die einzelnen Teile und deren Einsatz erklären lässt. "Das ist eine ganz normale Übung, die auch bei uns auf dem Programm steht. Im Prinzip lernen die Jugendlichen alle Dinge, die später auch im Grundlehrgang zum Feuerwehrmann gehören. Wir führen spielerisch an die Thematik heran", berichtet Fenten, dem weitere fünf Ausbilder - vier Männer und eine Frau - in der Jugendarbeit zur Seite stehen.

Alle 14 Tage treffen sich die Jugendlichen im Wechsel an den Gerätehäusern in Oedt und Grefrath. Wobei die Mitglieder immer mit dem Jugendfeuerwehrbus abgeholt werden. Ist Oedt der Treffpunkt, sammelt der Bus die Jugendlichen in Grefrath ein. Umgekehrt gilt dies genauso. Es stehen aber nicht nur Theorie und Praxis im jeweiligen Gerätehaus an. An der Niers wird im Sommer praktisch gearbeitet, wobei auch mal eine Wasserschlacht dazu gehört. Es gibt Grillabende, Fahrradtouren und Zeltlager. Man geht gemeinsam Schlittschuhlaufen, und es gibt Besuche bei Berufsfeuerwehren.

Dazu kommen die 24-Stunden-Dienste mit Übernachten im Gerätehaus. "Es soll immer interessant bleiben und allen Spaß machen", sagt Fenten. Nicht zu vergessen sind die Teilnahmen an den Leistungsspangen. Aufgenommen werden Jugendliche ab zwölf Jahren, wobei man auch mit elfeinhalb Jahren schon starten darf. Wie wichtig die Jugendfeuerwehr Grefrath ist, spiegelt allein die Tatsache wider, dass rund 80 Prozent der Mitglieder mit 18 Jahren in die freiwillige Feuerwehr wechseln und dort ehrenamtlich in den Einsatz gehen, um Menschenleben zu retten. Im nächsten Jahr feiert die Jugendfeuerwehr Grefrath ihr 25-jähriges Bestehen, und Fenten hofft, dass er bei dieser Gelegenheit eine große Gruppe engagierter Jugendlicher präsentieren kann, denn durchschnittlich zehn bis zwölf Personen stark war die Jugendfeuerwehr in all den Jahren immer. Die Jugendfeuerwehr Grefrath bietet Schnupperteilnahmen an den Gruppenstunden an. Die Übungsabende finden alle zwei Wochen mittwochs von 18.30 Uhr für je zwei Stunden statt. Informationen gibt es bei Jugendfeuerwehrwart Helmut Fenten, Telefon 0178 355 72 25 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Quelle: RP Online 30.08.2017

Serie Grefrather Feuerwehr Löschzug Oedt

Auf der Suche nach Verstärkung
 
Serie Grefrather Feuerwehr Löschzug Oedt: Auf der Suche nach Verstärkung
 

Die Mitglieder des Löschzuges Oedt der Freiwilligen Feuerwehr Grefrath in ihrem Gerätehaus. Die Kameraden freuen sich über jeden, der ihre Reihen verstärken möchte. FOTO: Norbert Prümen

Wenn Menschenleben in Gefahr sind, rückt der Löschzug Oedt der Freiwilligen Feuerwehr Grefrath vom Gerätehaus an der Tönisvorster Straße aus. Derzeit ist der Löschzug personell nicht so gut aufgestellt. Von Bianca Treffer

Oedt

Wenn der Löschzug Oedt der Freiwilligen Feuerwehr Grefrath in zwei Jahren sein 125-jähriges Bestehen feiert, dann haben die Feuerwehrleute allesamt einen großen Wunsch. Sie möchten wieder eine Gruppe von über 30 Feuerwehrmännern und -frauen sein. Aktuell zählt der Zug 27 aktive Mitglieder sowie zwölf Mitglieder in der Ehrenabteilung. Dazu kommen zwei Mitglieder von der Freiwilligen Feuerwehr Tönisvorst, die in Oedt arbeiten und die Tagesverfügbarkeit des Oedter Löschzuges verstärken. Denn genau die ist es, die den Feuerwehrleuten ein wenig Kopfschmerzen bereitet.

Je nach Stichwort braucht ein Löschzug bei einem Einsatz eine entsprechende Anzahl an Personen - und die zu erreichen, fällt teilweise schwer, da einfach zu viele Feuerwehrmänner auswärts arbeiten und daher während der normalen Arbeitszeiten nicht zur Verfügung stehen. "Bei einer entsprechenden Alarmierung wie zum Beispiel Wohnungsbrand mit Personen im Gebäude, werden daher immer die Züge Oedt und Grefrath gleichzeitig alarmiert. So ist die Einsatzfähigkeit auf jeden Fall gewährleistet", erklärt der Brandinspektor und stellvertretende Löschzugführer Albert Mertens. Mit einer größeren Feuerwehrmannschaft, Männer wie Frauen, wäre die Oedter einfach sicherer aufgestellt.

Frauen gibt es allerdings momentan im Löschzug überhaupt nicht. Die bisher einzige weibliche Vertreterin ist weggezogen und gehört jetzt an ihrem neuen Wohnort der dortigen Freiwilligen Feuerwehr an. "35 Feuerwehrleute wäre eine gute Zahl", sagt Mertens und fügt an, man sei derzeit von Seiten der Wehrgröße so schwach wie noch nie. Begründet ist die niedrige Zahl darin, dass weitere Feuerwehrleute durch Wegzüge aus Oedt nicht mehr zur Verfügung stehen und bislang keine entsprechenden Neuzugänge das kompensieren können. Jeder, der sich für die ehrenamtliche Arbeit im Löschzug interessiert, ist eingeladen, bei den Dienstabenden hineinschnuppern und sich zu informieren, wer der Löschzug ist und was zu den Aufgaben gehört. "Wir hoffen, dass wir Menschen aus unserer Gemeinde für die ehrenamtliche Tätigkeit als Feuerwehrmann oder -frau begeistern können. Bei uns findet jeder seine Aufgabe. Vielen Bürgern ist gar nicht bewusst, dass wir ehrenamtlich arbeiten und daher auf das Engagement von weiteren Oedtern angewiesen sind", sagt Mertens.

Durchschnittlich 50 Einsätze fallen pro Jahr an. Hinzu kommen die zahlreichen Stunden, die die Ehrenamtler bei Übungen sowie Aus- und Weiterbildungen leisten. Neben Bränden und technischen Hilfeleistungen gibt es in der Einsatzstatistik so manche Kuriosität. Dazu gehörten unter anderem ein eingefrorener Schwan auf dem Nierssee, eine Kuh in der Güllegrube, eine eingefangene Schlange und ein Schwergewichtstransport mit Höhenrettungseinsatz zusammen mit den Mönchengladbacher Kollegen.

Der Löschzug Oedt ist gut ausgerüstet. Das Gerätehaus an der Tönisvorster Straße beherbergt gleiche mehrere Fahrzeuge. Das Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20-1 ist hier genauso zu Hause wie das HLF 20-2. Dazu kommt das Löschfahrzeug LF 1, das mit seinen 31 Jahren noch voll einsatzfähig ist. "Wir nutzen es überwiegend als Transportmittel für die Mannschaft und als Ausbildungsfahrzeug", informiert Oberbrandmeister Volker Glasmachers. Zum LF 1 gehört des Weiteren ein Schlauchwagen. Das zusätzliche Schlauchmaterial ist besonders wichtig, wenn Einsätze im Außenbereich erfolgen, wo unter Umständen viel Schlauchmaterial benötigt wird. Der neue Mannschaftswagen hat eine Doppelfunktion. Er dient dem Löschzug und wird auch für die Jugendfeuerwehr genutzt. Im Gerätehaus parkt auch der Öl-Alarmanhänger, der sämtliches Material für die Beseitigung von Ölspuren beinhaltet. Eine Besonderheit ist die Feldküche des Kreises Viersen, die samt Gulaschkanone ebenfalls im Gerätehaus steht. Nicht zu vergessen ist die Atemschutzwerkstatt. Dazu kommen der Mannschaftsraum samt Küche sowie die sanitären Einrichtungen.

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Quelle: RP

 

Serie Grefrather Feuerwehr Löschzug Grefrath

Grefrath ist bei jedem Einsatz dabei

 

Der Grefrather Löschzug vor seinem Gerätehaus: Die Wehr ist bestens ausgerüstet und personell gut aufgestellt. Nachwuchs ist jedoch ständig willkommen.

FOTO: Wolfgang Kaiser

Der Löschzug Grefrath ist der personenstärkste in der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde. 41 Wehrleute sind im Einsatz. Die Tagesverfügbarkeit ist gut, weil viele der Aktiven im Ort arbeiten. Von Bianca Treffer

Wenn es um eine Patientenrettung geht, muss das Fahrzeug TM 27 vom Löschzug Grefrath der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde oft zusammen mit dem Rettungsdienst ausrücken und das nicht nur auf Grefrather Gebiet. TM steht für Teleskopmast, und damit ist das Fahrzeug ein ganz besonderes. Es verfügt über einen 27 Meter langen Gelenkmast und kann auf engsten Raum arbeiten, da es sich innerhalb der Fahrzeugkontur abstützt. Während die Drehleiter rechts und links Platz für das Ausfahren ihrer hydraulischen Stützen Raum benötigt, kann der TM 27 darauf verzichten, selbst wenn der Mast voll ausgefahren ist. "Das Fahrzeug ist ein absolutes Unikat. Die Hersteller haben es mit uns zusammen entwickelt. Es sollte in Serie gehen, aber durch eine Trennung der Hersteller kam es nie dazu. Wir besitzen das einzige Fahrzeug dieser Art", berichtet Erik Ix, der den Löschzug Grefrath zusammen mit seinem Bruder Hans-Josef Ix führt.

 

Eine Krankentragenlagerung für den Rettungskorb ermöglicht es, schwer verletzte Patienten aus oberen Etagen herauszuholen, ohne dass sie vom Rettungspersonal durch ein Treppenhaus getragen werden müssen. Zum TM 27 kommen fünf weitere Fahrzeuge, die der Löschzug sein eigen nennt. Im Gerätehaus am Rathausplatz stehen außerdem das Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF) 20-1 und das HFL 20-2, die beide für die technische Hilfeleistung und das Löschen ausgerüstet sind, sowie der Einsatzleitwagen ELW 1 und das Mehrzweckfahrzeug (MZF).

Letzteres verfügt über ein Fahrgestell mit Ladebordwand und Plane. "Wir haben im Gerätehaus ein Hochregallager, in dem sich Rollcontainer mit den unterschiedlichsten Materialien befinden. Entsprechend des Einsatzes können wir das MZF schnell beladen und sind einsatzfähig", erläutert Erik Ix.

Ein Oldtimer gehört ebenfalls zum Fuhrpark, der entsprechend seines Alters aber in Rente ist. 61 Jahre hat das LF 16 auf dem Buckel. Das Löschfahrzeug trägt die Seriennummer eins und war seinerzeit das erste Feuerwehrfahrzeug mit Frontlenker. Die Feuerwehr in Grefrath hat noch eine viel längere Geschichte. Sie gibt es seit nunmehr 135 Jahren.

Vor dem Hintergrund, dass der Löschzug Grefrath die größte Einheit innerhalb der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde bildet, ist nicht nur die Atemschutzwerkstatt größer, sondern am Rathausplatz ist auch der hauptberufliche Gerätewart beheimatet. Er wohnt direkt über der Gerätehalle.

Insgesamt zählt der Löschzug 41 aktive Wehrleute, darunter auch drei Frauen. "Wir sind gut aufgestellt, freuen uns aber immer über Nachwuchs", betont Erik Ix. Dank der guten personellen Aufstellung und der Tatsache, dass etliche der ehrenamtlichen Wehrmitglieder in Grefrath arbeiten, ist die Tagesverfügbarkeit entsprechend gut. "Wir haben allein drei Kollegen vom Bauhof, acht bei den Gemeindewerken und zwei im Eisstadion. Dazu zählen auch Kollegen aus Löschzügen der Umgebung, die aber in Grefrath arbeiten und bei einem Einsatz entsprechend mitfahren", erläutert der Oberbrandinspektor.

In gesamten Gemeindegebiet wird über Tag mit der Zweizugalarmierung gearbeitet. Das heißt, egal, wo etwas passiert, der Löschzug Grefrath wird immer mitalarmiert. So ist garantiert, dass eine entsprechende Anzahl von Wehrleuten die benötigte Hilfe leisten kann.

Alle zwei Wochen freitags, 19.30 Uhr, treffen sich die Grefrather Wehrleute zu einem Übungsabend. An der Feuerwehr interessierte Grefrather können jederzeit einmal vorbeischauen, ob das Ehrenamt Feuerwehr nicht auch etwas für sie wäre.

Quelle: RP

Weitere Beiträge ...

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok